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Das Tagesgebet - Gebet des Tages

Bedeutung des Tagesgebetes

An welcher Stelle

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Das Amen im Gottesdienst

Geschichte und Bedeutung des Tagesgebetes

Was ist ein Tagesgebet?

Seit der Mitte des 5. Jahrhunderts steht vor dem Lesungsteil ein Gebet. Es trägt den Namen „Gebet des Tages“ (Tagesgebet), denn es fasst die Anliegen dieses Tages, die im vorausgegangenen Gebetsteil zum Ausdruck kamen, bündig zusammen. Es ist nach Form und Inhalt ein „Kollektengebet“ oder kurz „Kollekte“ genannt. Kollektengebete fassen vorher Gesagtes zusammen; wir kennen z.B. Psalmkollekten, oder Predigtkollekten. Kollektieren heißt zu deutsch: sammeln; im Tagesgebet werden also die Anliegen der bisherigen Gebete bzw. des Gottesdienstes „gesammelt“.

Das Tagesgebet wird seit jeher mit der Aufforderung „Lasset uns beten“ („oremus“) eingeleitet. Es wird von Liturg / Liturgin gesprochen und von der Gemeinde mit dem Amen aufgenommen.

 

Ein Gebet für jeden Sonntag bzw. Feiertag

Jeder Sonntag des Kirchenjahres hat seine Prägung. So konnten schon in der Alten Kirche entsprechende Tagesgebete für jeden Sonntag des Kirchenjahres vorformuliert werden. Die Reformation hat diese Gebete fast unverändert übernommen, und so sind sie - ins Deutsche übersetzt - in unsere neuzeitlichen Agenden eingegangen.

 

Welche Form hat das Gebet des Tages?

Charakteristisch für dieses Gebet, wie für Kollektengebete grundsätzlich, ist neben seiner zusammenfassenden Kürze die feste Form: Anrede, Huldigung, Bitte, Schluss.

Die Anrede wendet sich an den Vater oder den Sohn und fügt eine Huldigung an. Das Gebet beginnt z.B. mit:

„Herr, Gott (Anrede), du bist der Helfer in der Not (Huldigung).“

oder mit 

"Jesus Christus (Anrede), du hast dein Leben für diese Welt gegeben (Huldigung).“

Es folgt in komprimierter Form die Bitte, z.B.:

"Gib uns den Glauben, der die Welt überwindet und ganz auf dich vertraut.“

Der Schluss weist auf die Herrschaft des dreieinigen Gottes hin. Ist das Gebet an Gott, den Vater, gerichtet, so endet es z.B.:

„Darum bitten wir dich, der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und regierst in alle Ewigkeit.“

Ist es an den Sohn gerichtet, so lautet der Schluss z. B:

„darum bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

„Ewigkeit“ ist für die Gemeinde das Stichwort, das Amen zu singen (oder zu sprechen).

Weiter: An welcher Stelle steht dieses Gebet?

 

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An welcher Stelle steht das Tagesgebet im Ablauf

Das Gebet des Tages hat seinen festen Platz in der Liturgie

Das Tagesgebet fass die Anliegen zusammen, die im Eröffnungsteil ausgedrückt wurden. Mit dieser Zusammenfassung wird der erste Hauptteil des Gottesdienstes (Eröffnung und Anrufung) beendet. Dieses zusammenfassende Gebet kann also nur hier an der Schnittstelle von Gebetsteil und Verkündigungsteil stehen.

Seite 2: Anregungen zum Tagesgebet

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