Der Gottesdienst

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Eröffnung und Anrufung

Der erste Hauptteil in katholischen und evangelischen Gottesdiensten

Christliche Gottesdienste haben üblicherweise vier Hauptteile:

1. Eröffnung und Anrufung

2. Verkündigung

3. Sakrament bzw. Solidaritätsbekundungen

4. Sendung und Segen

Im Kapitel Allgemein / Dynamik erfahren Sie, wie diese Aufteilung zustande kommt und warum sie nahezu unumstößlich ist.

Eröffnung und Anrufung

So beginnen evangelische und katholische Gottesdienste

Der Eröffnungsteil des Gottesdienstes reicht vom Klang der Glocken, die zum Gottesdienst rufen, über die Begrüßung, und den Psalm bis zum Tagesgebet.

 

Gebete in verschiedenen Formen prägen diesen Eingangsteil

Bei genauer Betrachtung erkennen wir, dass dieser 1.Teil des Gottesdienstes von Gebeten geprägt ist. "Eröffnung und Anrufung" ist also ein Gebetsteil.

Mit unterschiedlichen Gebetsformen wie Sündenbekenntnis, Hilferuf und Lob wenden sich die Anwesenden an Gott.

Auch das unter Sakristei beschriebene „Sakristeigebet“ gehört seinem Inhalt nach in diese Reihe.

Warum stehen die Geistlichen bei diesen Gebeten mit dem Gesicht zum Altar?

Die Liturgen (Pfarrer / Pfarrerinnen / Pastore/ Pastorinnen/ Priester) sind Teil der anbetenden Gemeinschaft. Dies wird äußerlich deutlich, indem sie während der Anrufung mit dem Gesicht zum Altar stehen - wie eingereiht in die Gemeinde.

 

Der Dialog mit Gott muss deutlich werden!

Was in unterschiedlicher Stärke für den ganzen Gottesdienst gilt, kennzeichnet diesen Hauptteil besonders: Die „dialogische Struktur“, d.h. das Reden zu Gott und Hören auf seine Antworten. Wie immer man den Eingangsteil gestaltet, dieser lebendige Dialog muss in einer einsichtigen, überschaubaren Weise deutlich werden.

 

Wir tragen Gott vor, was uns aktuell bewegt!

Haben die Anrufungen keinen erkennbaren Bezug zu den aktuellen lebenspraktischen Fragen der anwesenden Menschen, so ist es kein lebendiger Dialog. Bei lebenspraktischen Fragen geht es um Liebe, Dankbarkeit, Hoffnung, Enttäuschung, Sorgen, Nöte, Sehnsüchte, Trauer, Freude.

Gelingt es nicht, zur Sprache zu bringen, was die Menschen zur Zeit bewegt, dann wirkt gerade dieser Teil schnell weltfremd und befremdlich.

Wir haben insbesondere bei Kindern und Jugendlichen erlebt, dass ihnen dann nur die Bezeichnung "Abrakadabra" dazu einfällt - sie können einen abgehobenen, theoretischen Dialog nicht verstehen.

 

Manchmal empfiehlt es sich, diesen Eingangsteil zu kürzen!

Wird einer der weiteren Hauptteile entfaltet, so kann dieser Eingangsteil gekürzt werden. Dann bleibt hier ggf. nur das Eingangslied. Dieses Lied kann die Aussage der anderen Stücke (Psalm / Sündenbekenntnis / Ehrerbietung) mit übernehmen.

 


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