Der Gottesdienst

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Gloria - Großes Gloria - Gloria in Excelsis

Großer Lobgesang - Gloria

Geschichte und Bedeutung

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„Ehre sei Gott in der Höhe ...“ ... „und auf Erden Fried', den Menschen ein Wohlgefallen“

Das Gloria besteht aus dem Engellobpreis, wie wir ihn aus der biblischen Weihnachtsgeschichte (in Lukas 2) kennen, und einem Loblied (Laudamus) als Steigerung.

Liturg / Liturgin (oder der Chor) stimmt an: „Ehre sei Gott in der Höhe ...“

Die Gemeinde antwortet: „und auf Erden Fried', den Menschen ein Wohlgefallen“ und fügt ein Loblied an.

 

Liturgiegeschichte und Bedeutung des großen Gloria - "Gloria in excelsis deo"

Großes und kleines Gloria

Diese Ehrerbietung nennen wir „Gloria in excelsis“, „Großes Gloria“ oder kurz „Gloria“. Dazu unterscheiden wir das „Gloria patri“ (Ehr sei dem Vater). Da "Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist ..." ist das „Kleine Gloria“, das direkt dem Eingangspsalm folgt.

 

Gloria und "Wir loben dich" in der Liturgiegeschichte

Das Gloria wurde schon seit dem 4. Jahrhundert schrittweise in den Gottesdienstablauf aufgenommen. Zunächst wurde es nur zu Weihnachten und Ostern gesungen und sollte diese Festtage herausheben. Der Liturg intonierte es; die am Altar versammelten Amtsträger setzten es fort. Später übernahm die Rolle der Amtsträger der Chor, dann die Gemeinde.

Die Huldigung der Engel wurde schon früh durch das sogenannte Laudamus („Wir loben dich“) ergänzt. Hier die ökumenische Fassung aller deutschsprachigen Kirchen aus dem Jahre 1971:

"Wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an, wir rühmen dich und danken dir, denn groß ist deine Herrlichkeit: Herr und Gott, König des Himmels, Gott und Vater, Herrscher über das All, Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus, Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarm dich unser; du nimmst hinweg die Sünde der Welt: nimm an unser Gebet; du sitzest zur Rechten des Vaters: erbarm dich unser. Denn du allein bist der Heilige, du allein der Herr, du allein der Höchste: Jesus Christus, mit dem Heiligen Geist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Amen."

 

Gloria und Laudamus in unseren heutigen katholischen und Evangelischen Gottesdienstabläufen

In den protestantischen Liturgien des 19. und 20. Jahrhunderts begann man, das Laudamus zu kürzen, wegzulassen (das Gloria also auf Lukas 2,14 zu reduzieren) oder durch andere Liedverse zu ersetzen.

Die katholische Kirche hat am alten Laudamus festgehalten (Gotteslob 354). In den Evangelischen Agenden nimmt nun zumeist die erste oder zweite Strophe des Liedes „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ die Rolle des Laudamus ein.

 

Das Gloria bei der kirchlichen Trauung

Die Suchmaschinen leiten Hochzeitspaare, die im Internet Glorialieder für die kirchliche Trauung suchen, immer wieder hier auf unsere Seite. Daher folgende Information zur Planung der kirchlichen Hochzeitszeremonie:

Singt man im ersten Teil des Hochzeitsgottesdienstes gemeinsam ein Loblied als Gloria, so sollte dies ein Lied sein, das die Hochzeitsgäste mitsingen können. Auf meiner Website hochzeit-trauung.de gebe ich Ihnen eine Liste von Liedern, die man bei der kirchlichen Trauung bzw. der Brautmesse als Gloria singen kann.

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