Der Gottesdienst

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Psalm / Eingangspsalm

mit „Ehr sei dem Vater ...“ (Gloria Patri)

Geschichte des Psalmgebets

Seite 2: Der Psalm im Ablauf

Seite 3: Gestaltung des Psalms

Geschichte und Bedeutung des Eingangspsalms

Psalmen sind Gebete und Lieder des alttestamentlichen Volkes. 150 Psalmen finden wir im Alten Testament.

Die im jüdischen Gottesdienst üblichen Psalmgesänge wurden von den christlichen Gemeinden übernommen. War der Psalm in den Synagogen noch ein Sologesang des Kantors, zu dem die Gemeinde einen Refrain sang, so wurde es in der Alten Kirche üblich, dass zwei Gruppen (Halbchöre) sich versweise beim Gesang abwechselten. (Alte Kirche = die frühe christliche Kirche bis 4. / 5. Jahrhundert)

 

Der Psalm an dieser Stelle unserer Gottesdienste hat sich aus verschiedenen liturgischen Traditionen entwickelt.

 

Ein Psalm wurde zunächst zum Einzug der Amtsträger in den Kirchsaal gesungen. Er hat von daher den Namen „Introitus“ (d.h. Eingang). Es ist also der Eingangspsalm.

Schon in der Alten Kirche wurde jedem Sonn- und Feiertag einer der 150 Psalme des Alten Testaments als spezieller Introituspsalm zugeordnet. Etliche Sonntage des Kirchenjahres (vor und nach Ostern) tragen ihre Namen nach markanten Psalmversen. So ist zum Beispiel der Sonntag „Estomihi“ (Sei mir) benannt nach „Sei mir ein starker Fels“ (Psalm 31,3), „Okuli“ (Augen) nach „Meine Augen sehen stets den Herrn“ (Psalm 25,15), „Judika“ (richte) nach „Richte, Gott ...“ (Psalm 43).

 

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist ...

Das Kleine Gloria - Gloria Patri

Seit dem 4. Jahrhundert antwortet die Gemeinde auf den Psalm mit dem „Gloria patri“:

„Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen".

Dieser trinitarische Lobgesang (an Gottvater, an den Sohn und den Heiligen Geist) drückt aus, dass die Gemeinde sich den vorchristlichen Psalm als christliches Gebet angeeignet hat.

 

Sonderthema: Psalm und Psalmmeditation im Beerdigungsgottesdienst

Psalmen spiegeln in besonderer Weise die Gefühle von Menschen inextremen Lebenssituationen wieder. Schmerz, Trauer, Einsamkeit, Enttäuschung wie auch Hoffnung und die Sehnsucht nach Trost und der Nähe Gottes kommen in Psalmen eindrucksvoll zur Sprache. Daher sind Psalmgebete bzw. Psalmvariationen oder Psalmmeditationen seit jeher ein bedeutender Bestandteil von Beerdigungsfeiern, Bestattungen und Trauerfeiern. Wir geben Ihnen auf unserem gesonderten Trauerportal Beispiele und Anregungen zu Trauerpsalmen.

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