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Gebet des Tages und Amen

Ausgestaltung & Alternativen

Das Amen in Gottesdienst

Seite 1: Geschichte Tagesgebetes

Die Gestaltung und Formulierung des Tagesgebetes

Formulierungsaufgabe: Gebet des Tages

Die Messbücher (Agenden / Gottesdienstbücher) enthalten ausformulierte Tagesgebete für jeden Sonn- und Feiertag im Kirchenjahr. Man merkt es den Tagesgebeten der bisherigen Agenden an, dass sie schon vor dem Mittelalter formuliert und direkt aus dem Lateinischen übernommen wurden. Das seit 1999 gültige Evangelische Gottesdienstbuch macht für jeden Sonntag gute Vorschläge. Sie müssen teilweise nur leicht geändert werden, um zum Sprachgebrauch der Gemeinde zu passen. Dies ist eine Aufgabe für Vorbereitungsgruppen und Liturgieausschüsse vor Ort.

 

Bitte kurz und bündig - es ist ein Kollektengebet

Häufig hört man in Gottesdiensten an dieser Stelle zu lange Gebete ohne Anrede, mit zu vielen Bildern und persönlichen persönlich Bekenntnissen, so dass sie einem schlechten Gedicht mehr ähneln als einem Tagesgebet.

Kurze bündige Kollektengebete sind eine wichtige Gebetsform in Gottesdiensten. Hier ist der Ort für ein solches Gebet. Bei Neuformulierungen sollte die klassische Form dieses Gebetes (auch um solches Beten einzuüben) erhalten bleiben:

1. Anrede,

2. ein Satz der Danksagung (Huldigung)

3. die zentrale Bitte

4. kurzer Gebetsabschluss.

 

Stille als Gestaltungsmoment nutzen

Der Einladung „Lasset uns beten“ kann eine Gebetsstille folgen. In der Stille kann jedes Gemeindeglied selbst die Anliegen des Tages zusammenfassen. Das laut gesprochene Tagesgebet schließt die Stille und den Gebetsteil ab.

 

Die Huldigung formulieren

Die Anrede enthält eine Huldigung. Herkömmlicherweise wird diese Huldigung als Relativsatz angehängt. Solche relativischen Prädikationen sind uns aus anderen Gebeten bekannt („... der du bist im Himmel“, „...der du trägst die Sünd der Welt“). Dies ist eine alte Sprachform, wie sie uns nur noch in Gottesdiensten begegnet. Zeitgemäßer ist es, die Huldigung als eigenständigen Satz zu formulieren (z.B.: „Du willst Frieden, wo wir streiten“, statt „..., der du Frieden willst, wo wir streiten“).

Die Huldigung kann allgemein sein („Du teilst diese Welt nicht auf“) oder die Heilsbotschaft des jeweiligen Sonntags auf den Punkt bringen (z.B. am Trinitatissonntag: "Du bist der Ursprung allen Seins, du bist Mensch geworden in Jesus Christus, du bringst uns in Bewegung durch deinen Heiligen Geist“.

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Allgemeines Kapitel

Das Amen im Gottesdienst

Das Amen als Gebetsabschluss

Mit "Amen" werden nicht nur Gebete bekräftigt!

Das „Amen“ begegnet uns mehrfach im Gottesdienst. Es schließt nicht nur Gebete ab. Auch die Predigt und Lobrufe werden durch das Amen bestätigt.

 

Was bedeutet das Amen?

Amen kommt aus dem Hebräischen und heißt zu deutsch: „So sei es“. 

Das Amen bedeutet vor allem, dass sich die Gottesdienstgemeinde eine Aussage des Liturgen / der Liturgin aneignet. Sie sagt damit:

„Das ist auch unser Gebet“
„So hätten wir auch gesprochen“
„So soll es sein“

 

Wer spricht das Amen im Gottesdienst?

Wenn jemand vorbetet, kann er also eigentlich nicht selbst mit Amen schließen. Dies ist Aufgabe derer, die still mitgebetet haben.

Zudem war es lange Zeit unumstößliche Gewissheit, dass es keinem anderen als Christus zusteht, seine eigenen Aussagen mit Amen zu bekräftigen.

Aus dem Buch sind die Texte dieser Website:

Das Gottesdienstbuch / 130 Seiten / 8,-- Euro

Das gottesdienstbuch

Blick ins Buch

 

Seite 1: Bedeutung des Gebetes zum Tage