Der christliche Gottesdienst

Startseite

Vorwort

Beteiligung

Gestaltung

Mitgestaltung

Dynamik

Gebärden

Vorher

Kirchsaal

Sakristei

1. Eröffnung

Glocken

Einzug

Eingangsmusik

Eingangslied

Gruß

Begrüßung

Abkündigungen

Psalm

Rüstgebet

Gnadenzusage

Kyrie eleison

Gloria Lobgesang

Tagesgebet / Amen

2. Verkündigung

Schriftlesung

Halleluja

Wochenlied

Evangelium

Glaubensbekenntnis

Lied vor Predigt

Predigtext

Predigt

Kanzelliturgie

Lied nach Predigt

3. Solidarität

Abkündigungen II

Kollekte / Dankopfer

Fürbitten

Vaterunser

4. Sendung

Abkündigung III

Sendung

Segen

Musik / Nachspiel

nachher

Impressum

© Dipl.-Päd. Pfarrer Frank Maibaum frank-maibaum.de

 

Das Tagesgebet - Gebet des Tages

Hier: Geschichte und Bedeutung des Tagesgebetes

An welche Stelle gehört das Gebet des Tages

Seite 2: Anregungen zum Tagesgebet

Das Amen im Gottesdienst

 

Geschichte und Bedeutung des Tagesgebetes

Was ist ein Tagesgebet?

Seit der Mitte des 5. Jahrhunderts steht vor dem Lesungsteil ein Gebet. Es trägt den Namen „Gebet des Tages“ (Tagesgebet), denn es fasst die Anliegen dieses Tages, die im vorausgegangenen Gebetsteil zum Ausdruck kamen, bündig zusammen. Es ist nach Form und Inhalt ein „Kollektengebet“ oder kurz „Kollekte“ genannt. Kollektengebete fassen vorher Gesagtes zusammen; wir kennen z.B. Psalmkollekten, oder Predigtkollekten. Kollektieren heißt zu deutsch: sammeln; im Tagesgebet werden also die Anliegen der bisherigen Gebete bzw. des Gottesdienstes „gesammelt“.

Das Tagesgebet wird seit jeher mit der Aufforderung „Lasset uns beten“ („oremus“) eingeleitet. Es wird von Liturg / Liturgin gesprochen und von der Gemeinde mit dem Amen aufgenommen.

 

Ein Gebet für jeden Sonntag bzw. Feiertag

Jeder Sonntag des Kirchenjahres hat seine Prägung. So konnten schon in der Alten Kirche entsprechende Tagesgebete für jeden Sonntag des Kirchenjahres vorformuliert werden. Die Reformation hat diese Gebete fast unverändert übernommen, und so sind sie - ins Deutsche übersetzt - in unsere neuzeitlichen Agenden eingegangen.

 

Welche Form hat das Gebet des Tages?

Charakteristisch für dieses Gebet, wie für Kollektengebete grundsätzlich, ist neben seiner zusammenfassenden Kürze die feste Form: Anrede, Huldigung, Bitte, Schluss.

Die Anrede wendet sich an den Vater oder den Sohn und fügt eine Huldigung an. Das Gebet beginnt z.B. mit:

„ Herr, Gott (Anrede), du bist der Helfer in der Not (Huldigung).“

oder mit 

"Jesus Christus (Anrede), du hast dein Leben für diese Welt gegeben (Huldigung).“ 

Es folgt in komprimierter Form die Bitte, z.B.:

"Gib uns den Glauben, der die Welt überwindet und ganz auf dich vertraut.“

Der Schluss weist auf die Herrschaft des dreieinigen Gottes hin. Ist das Gebet an Gott, den Vater, gerichtet, so endet es z.B.:

„Darum bitten wir dich, der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und regierst in alle Ewigkeit.“

Ist es an den Sohn gerichtet, so lautet der Schluss z. B:

„darum bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

„Ewigkeit“ ist für die Gemeinde das Stichwort, das Amen zu singen (oder zu sprechen).

Weiter: An welcher Stelle steht dieses Gebet?

 

 

An welcher Stelle steht das Tagesgebet im Ablauf

Das Gebet des Tages hat seinen festen Platz in der Liturgie

Das Tagesgebet fass die Anliegen zusammen, die im Eröffnungsteil ausgedrückt wurden. Mit dieser Zusammenfassung wird der erste Hauptteil des Gottesdienstes (Eröffnung und Anrufung) beendet. Dieses zusammenfassende Gebet kann also nur hier an der Schnittstelle von Gebetsteil und Verkündigungsteil stehen.

 

 

Seite 2: Anregungen zum Tagesgebet

Das Amen im Gottesdienst

 

Zum Seitenanfang

 

Buchempfehlung

Gebete für den Gottesdienst von Sylvia Bukowski

Der vorliegende Band enthält Gebete zu den Wochensprüchen des Kirchenjahres und Gebete zu den Wochenpsalmen. Zusätzlich Fürbitten zu besonderen Anlässen.

151 Seiten, 19,99 Euro

Du bist der Gott, den ich suche: Gebete für Gottesdienst und Alltag

 

 

 

Das ist der Ratgeber für die Planung und Feier einer kirchlichen Trauzeremonie - 7. Auflage 2016

Das Traubuch

Völlig neu bearbeitete Ausgabe 2016

Das Traubuch beschreibt den Ablauf der kirchlichen Trauung - in der katholischen sowie evangelischen Kirche (einschließlich der "ökumensichen Trauung")

Das Buch zeigt zu jedem Abschnitt der Hochzeitszeremonie Gestaltungsideen, Texte, Liedvorschläge.

Da finden Sie neben den guten alten kirchlichen Traditionen und Chorälen auch die Musiktitel, nach denen die Prinzen und Prinzessinnen im 21. Jahrhundert in die Hochzeitskirche einziehen ("Whow, da kommt die Braut"), neu übersetzte Bibeltexte, aktuelle Liedtexte zu alten Melodien (damit die Hochzeitsgäste wirklich mitsingen können), Liebesgedichte und Liebeserklärungen (damit Tränen der Rührung in die Augen der Gäste kommen), fetzige Lieder für den Hochzeitsauszug und vieles mehr.

Texte, Lieder und Gestaltungsvorschläge sind auch für die Planung einer freien Trauzeremonie geeignet.

Mehr Informationen zum Traubuch