Der christliche Gottesdienst

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Halleluja - Alleluja - Preiset Gott
Das Halleluja im Gottesdienst

 

Hier auf Seite 1:

> Geschichte und Bedeutung des Halleluja

Seite 2: > An welcher Stelle singt man das Halleluja

Seite 3: > Anregungen zu Entfaltung des Lobgesanges Halleluja

 

Geschichte und Bedeutung

Die Entwicklung und Bedeutung des Halleluja-Rufes im christlichen Gottesdienst

 

Das Halleluja (Preiset Gott) stammt aus vorchristlicher Zeit. Es ist eine alte Aufforderung zum Gebet. Wir kennen diesen Ruf aus den alttestamentlichen Tempellesungen, gesungen in Verbindung mit einem Psalm.

Halleluja kommt aus der hebräischen Sprache; das hebräische halelu heißt zu deutsch "lobpreiset", und ja ist die Kurzform von JHWH (Jahwe), was der hebräischen Name Gottes ist. Halleluja heißt also wörtlich übersetzt "Lobpreiset Gott".

 

Halleluja und Hallelujavers

In den frühen christlichen Gottesdiensten wurde nach der ersten Lesung vom Chor ein Psalm gesungen, den die Gemeinde in der Osterzeit mit dem Halleluja beantwortete.

Papst Gregor (um das Jahr 600) gab dem Halleluja einen festen Platz im Messgottesdienst. Von dem gesungenen Psalm ist schon seit dem 7. Jahrhundert nur noch ein gesprochener Vers geblieben. Er heißt „Hallelujavers“, weil er durch das vom Chor oder der Gemeinde gesungene oder gesprochene Halleluja eingerahmt ist.

In vielen heutige Gottesdienstordnungen ist vorgesehen, den Hallelujavers mit dreimaligem, gesungenem Halleluja zu beantworten. Dazu werden verschiedene Melodien angeboten. Ähnlich wie die Gemeinde mit dem Amen das vorgesprochene Gebet bestätigt, macht sie sich mit dem Halleluja die Epistellesung zu eigen.

 

Halleluja und Sequenzen

Schon in der Alten Kirche wurde das Schluss-a des Halleluja gerne in langen Tonreihen weitergesungen. Später (seit dem 9. Jahrhundert) wurden diese A-Melodien mit Texten unterlegt - als Jubelruf, zunächst ohne Reim oder fester Silbenzahl. Diese aufeinanderfolgenden Hymnen erhielten den Namen „Sequenzen“ („die Folgenden“).

 

Halleluja und Hallelujalieder

Seit dem 13. Jahrhundert wurden neben den lateinischen auch deutsche Texte gesungen. Aus den Sequenzen wurden Kirchenlieder, die uns z.T. noch heute in unseren Gesangbüchern (Gotteslob und Evangelisches Gesangbuch) erhalten sind, wie „Christ lag in Todesbanden“ (EG 101) oder „Komm, Heiliger Geist“ (EG 125 / GL 247), Gelobet seist du Jesu Christ EG  23 / GL130 (Weihnachten), Ostern: Christ ist erstanden EG 99 / GL 213.

 

Halleluja und Evangelium

Das Halleluja wird auch als Begrüßung des (nach dem Wochenlied) folgenden Evangeliums verstanden.

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© Dipl.-Päd., Pfarrer Frank Maibaum        http://www.frank-maibaum.de       Stand: 18. Januar 2012