Die Entwicklung und Bedeutung des Halleluja-Rufes im christlichen Gottesdienst
Das Halleluja (Preiset Gott) stammt aus vorchristlicher Zeit.
Es ist eine alte Aufforderung zum Gebet. Wir kennen diesen Ruf aus
den alttestamentlichen Tempellesungen, gesungen in Verbindung mit einem Psalm.
Halleluja kommt aus der hebräischen Sprache; das
hebräische halelu heißt zu deutsch "lobpreiset", und ja ist
die Kurzform von JHWH (Jahwe), was der hebräischen Name Gottes ist.
Halleluja heißt also wörtlich übersetzt "Lobpreiset Gott".
Halleluja und Hallelujavers
In den frühen christlichen Gottesdiensten wurde nach der ersten Lesung vom Chor ein
Psalm gesungen, den die Gemeinde in der Osterzeit mit dem Halleluja beantwortete.
Papst Gregor (um das Jahr 600) gab dem Halleluja einen festen Platz
im Messgottesdienst. Von dem gesungenen Psalm ist schon seit dem 7.
Jahrhundert nur noch ein gesprochener
Vers geblieben. Er heißt „Hallelujavers“, weil er durch das vom
Chor oder der Gemeinde gesungene oder gesprochene Halleluja eingerahmt ist.
In vielen heutige Gottesdienstordnungen ist vorgesehen, den Hallelujavers mit dreimaligem,
gesungenem Halleluja zu beantworten. Dazu werden verschiedene Melodien
angeboten. Ähnlich wie die Gemeinde mit dem Amen das vorgesprochene
Gebet bestätigt, macht sie sich mit dem Halleluja die Epistellesung zu eigen.
Halleluja und Sequenzen
Schon in der Alten Kirche wurde das Schluss-a des Halleluja gerne in langen Tonreihen
weitergesungen. Später (seit dem 9. Jahrhundert) wurden diese
A-Melodien mit Texten unterlegt - als Jubelruf, zunächst ohne Reim oder fester
Silbenzahl. Diese aufeinanderfolgenden Hymnen erhielten den Namen „Sequenzen“ („die Folgenden“).
Halleluja und Hallelujalieder
Seit dem 13. Jahrhundert wurden
neben den lateinischen auch deutsche Texte gesungen. Aus den Sequenzen
wurden Kirchenlieder, die uns z.T. noch heute in unseren Gesangbüchern
(Gotteslob und Evangelisches Gesangbuch) erhalten sind, wie „Christ lag
in Todesbanden“ (EG 101) oder „Komm, Heiliger Geist“ (EG 125 / GL
247), Gelobet seist du Jesu Christ EG 23 / GL130 (Weihnachten), Ostern: Christ ist erstanden EG 99 / GL 213.
Halleluja und Evangelium
Das Halleluja wird auch
als Begrüßung des (nach dem Wochenlied) folgenden Evangeliums verstanden.
weiter zu > An welcher Stelle steht das Halleluja
> zum Seitenanfang