Der christliche Gottesdienst

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Musik zum Eingang

Musikalisches Vorspiel / Orgelvorspiel zum Gottesdienst

> Tradition und Bedeutung des Orgelvorspiels

> Stellung und Ausgestaltung des Vorspiels


Die Musik zur Eröffnung von Kasualgottesdiensten wie das erste Lied bei der Taufe oder das Musikstück zum Einzug in die Hochzeitskirche und zur Eröffnung der Trauerfeier bedarf gesonderter Überlegungen. Auf unserem Portal zur Gestaltung von Bestattung / Beisetzung / Beerdigung / Trauerfeier geben wir Ihnen eine Vorschlagsliste für Musik zur Beerdigung mit vielen Beispielen und Hörproben zur Eröffnung eines Trauergottesdienstes.


 

Liturgische Tradition und Bedeutung der Eingangsmusik

Während der Psalmgesang (als Prozessionsgesang) zum Einzug - wie auch der Einzug selbst - zunehmend wegfiel, eroberte sich die Orgel seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts diesen Platz. Gottesdienste werden seither mit einem Instrumentalstück eingeleitet.

Das Vorspiel soll einstimmen und zur Besinnung einladen. Es soll helfen, äußerlich und innerlich zur Ruhe zu kommen. Es kann ein gesondertes musikalisches Stück sein oder direkt das erste Gemeindelied einleiten und an dessen Melodie heranführen.

Es kann in freier Form oder als „streng“ gearbeiteter Satz interpretiert werden.

Der musikalische Fachbegriff ist „Präludium“, das lateinische Wort für Vorspiel. In der evangelischen Kirchenmusik haben die Präludien eine herausragende Tradition. Bekannt sind die Bachschen Präludien, also die entsprechenden Kompositionen von Johann Sebastian Bach.

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Wann wird die Eingangsmusik gespielt?

Das musikalische Vorspiel und das folgende Lied sind die ersten Teile des Gottesdienstes.

Auch die Begrüßung folgt erst danach. Ein Liturg / Liturgin sollte nicht „das erste Wort“ haben.

 

Alternativen und Anregungen zur Gestaltung der Eingangsmusik zum Gottesdienst

Statt eines gesonderten Vorspiels liegt es nahe, damit direkt zum Eingangslied hinzuführen, es also als Präludium zum ersten Lied ausführlich zu gestalten. Dann kann die Begrüßung nicht zwischen "Vorspiel" und Lied liegen.

Da es sich beim Vorspiel oft um eine hochwertige Komposition handelt, lohnt sich durchaus, den Organisten / die Organistin nach der Bezeichnung des Stückes zu fragen. Vielleicht regt das die Ausführenden an, es auch von sich aus der Gemeinde manchmal zu „verraten“.

Üblich und traditionell ist das Orgelvorspiel; aber auch andere Instrumente sollten diesen Part übernehmen. Gerade hier besteht die Möglichkeit, vielfältige musikalische Fähigkeiten der Gemeindeglieder einzubeziehen. Es gibt in jeder Gemeinde genügend Personen, die ein Instrument beherrschen und sich gerne beteiligen. Ein Plan (vergleichbar dem Lektorenplan) kann regeln, wer jeweils das Vorspiel übernimmt.

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© Dipl.-Päd., Pfarrer Frank Maibaum        http://www.frank-maibaum.de       Stand: 17. Februar 2012