Erste Schriftlesung im Gottesdienst:
„Altes Testament“ oder „Epistel“
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Geschichte und Bedeutung dieser Lesung
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Der Zeitpunkt für den ersten Lesetext
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Ausgestaltung, Alternativen, Anregungen zur Lesung
Taufe
/ Trauung / Trauerfeier: Auf dieser Seite geht es um die
Lesungen im üblichen Gemeindegottesdienst. Falls Sie eine Lesung für
einen besonderen Gottesdienst wie Taufgottesdienst, Traugottesdienst,
Beerdigungsgottesdienst oder einen Gedenkgottesdienst suchen, schauen Sie
auf meine Sonderportale zur Kindtaufe, kirchlichen Trauung oder
kirchlichen Beerdigung. Mit diesen Links kommen Sie direkt zu den
Lesungen: Da finden Sie Bibeltexte
für die Kindtaufe und auch Geschichten
und Gedichte für den Taufgottesdienst sowie biblische und
nichtbiblische Lesetexte
zur Trauung für den Hochzeitsgottesdienst. Für eine
Trauerfeier finden Sie da Texte
zum Totengedenken.
Geschichte und Bedeutung der Epistellesung
Die Paulusbriefe waren für die Urchristen Evangelium
Eine Gottesdienstordnung, wie wir sie
heute kennen, hatte das Urchristentum noch nicht. Die gottesdienstlichen
Versammlungen der frühen Christengemeinden begannen direkt mit dem
Vorlesen der Briefe des Apostel Paulus und der anderen
Apostel.
Die
Evangelien wurden ja erst in den letzten beiden Jahrzehnten des ersten
Jahrhunderts geschrieben, und verbreiteten sich nach Ihrer Entstehung
langsam. Brief heißt griechisch Epistel;
aus unserer heutigen Sicht waren die ersten Lesungen in
christlichen Gottesdiensten also Epistellesungen. Für die
Gläubigen damals waren die Briefe das Evangelium, also frohe Botschaft.
Die Anordnung und Reihenfolge der biblischen Lesungen
Im zweiten und dritten Jahrhundert
kamen Lesungen der Texte hinzu, die wir heute als Evangelien kennen.
Auch Texte der jüdischen heiligen Schriften (alttestamentliche Lesungen) wurden schließlich aufgenommen.
Zum Verlesen ordnete man die Texte entsprechend ihrer Entstehungszeit: Altes Testament > Briefe > Evangelien
Fortlaufende Lesung und Textauswahl
Man las die Texte zunächst durchgehend und in
Fortsetzungen; jeweils soviel, wie die Gottesdienstzeit erlaubte (lectio coninua). Im vierten
Jahrhundert beginnt die alte Kirche, für jeden Sonntag des Jahres je eine
Lektionen aus dem Alten Testament, den Briefen und den Evangelien zur
Verlesung "herauszuschneiden" (lecito selecta). Es kommt zur
Perikopenordnung, wie sie sich bis in die Neuzeit hielt.
Zunächst (bis ins frühe Mittelalter) waren noch alttestamentliche Lektionen
(Leseabschnitte) vorgesehen; sie wurden dann den Nebengottesdiensten zugewiesen. So
ist es bis heute geblieben. Die Agenden und Messbücher sehen Texte des Alten
Testamentes zumeist für die Gottesdienste und Messen außerhalb der Sonn- und Feiertage vor.
Die Epistellesung kann auch aus dem Alten Testament sein
Die Epistel ist die erste von nun üblicherweise zwei Lesungen. Epistel bedeutet Brief, also sollte
man meinen, dass die Epistellesung eine Lesung aus den biblischen Briefen
ist. Das ist zumeist auch so. Es hat sich allerdings in der langen
Liturgiegeschichte herausgebildet, dass mit „Epistel“ an dieser Stelle
alle Lesungen bezeichnet werden, die nicht den vier Evangelien entstammen.
Die Epistellesung kann also auch der Apostelgeschichte, der
Offenbarung
oder dem Alten Testament entnommen sein.
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Stellung der ersten biblischen Lesung
Der Zeitpunkt der Epistellesung im Gottesdienstablauf
Natürlich beginnt der Verkündigungsteil mit einer Bibellesung.
In den frühen Christengemeinden begann man mit der Verlesung der Briefe der Apostel.
Dies lag daran, dass in der ganz frühen Zeit die Evangelien noch nicht
vorlagen, wohl aber die Briefe.
Die dann üblich gewordene Praxis, die Reihenfolge der Lesungen an der Entstehungszeit der Schriften zu
orientieren, haben wir bis heute beibehalten: Alttestamentliche Texte - Briefe der Apostel - Evangelien.
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Lesung
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